altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Richael Elisabeth Bohm

Lüssmann

Sterbedatum:
04.06.1742
Ort:
Jeeben
Standort:
Kirche
GPS:
11.090986 - 59.682522

Beschreibung:
Zustand:
Die Platte aus Sandstein befindet sich in einem guten Zustand. Sie ist von einem Teppich überdeckt.

Dekor:
Das Textfeld ist durch eine gekerbte Linie eingefasst. Die Inschrift ist ebenfalls gekerbt. Unter dem Textfeld befinden sich zwei Wappen. Das Linke zeigt drei sechszackige Sterne, die zwei zu eins angeordnet sind. Die Helmzier ist verdeckt. Das rechte Wappen zeigt eine Engelsfigur, die in ihrer rechten Hand einen stabähnlichen Gegenstand aufrecht hält. Die Helmzier zeigt drei vierblättrige Blüten, deren Stiele aus einem Spross entspringen.

Inschrift:
… Stein bedecket
…en sich lieb gewesenen Ehe Leute

Der Hoch Edel geb und tugend
reichen Frauen
Fr. Richael Eli. Lüssmans
… in der Stadt Ültzen
im Lüneburgischen im Jahr 1694
und sich verheyrathet mit ihrem
… Eheman Herrn
Johann Jacob Bohm
im Jahr 1719
gestorben alhier den 4. Junii
1742 da sie ihr gantzes
Alter gebracht auf 48 Jahr
LeichenText 1. Joh. 3. v. 2.
Wir sind nun Gottes Kinder
uns ist noch nicht erschienen

Anmerkung:
Im Sterberegister von Jeeben wird per Nachtrag (vermutlich 1938) als Geburtsdatum des Pastor Bohm der 11.7.1683 (in Salzwedel) genannt. Die Altersangabe von 76 Jahren bei seinem Ableben im Jahre 1755 deckt sich nicht mit dieser Angabe. Im Taufregister von St. Marien in Salzwedel wird als sein Vater Daniel Bohm, Diakon von St. Marien, genannt. Die Ehe wurde in Beetzendorf am 1. Oktober 1719 proklamiert. Als Brautvater wird Gabriel Hinrich Lysmann, Archidiakon in Ülzen, angegeben.
Ihr Mann war 1713 – 1735 Pastor in Beetzendorf, 1735 – 1755 Pastor in Jeeben

Lage:
Die Platte befindet sich in der Kirche und liegt direkt quer vor dem Altar. Sie ist nach Süden gerichtet. Die östliche Hälfte mit den Angaben zum Ehemann (Pastor Bohm) ist durch eine Steinplatte, die als Podest vor dem Altar dient, überdeckt. Lediglich das Wappen des Ehemannes liegt größtenteils frei. Die westliche, freie Hälfte dient als Podeststufe vor dem Altar.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017