altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Franciscus Dohausen

Sterbedatum:
02.05.1694
Ort:
Klötze
Standort:
Kirche
GPS:
11.157812 - 52.624592

Beschreibung:

Zustand:
Der rechte Rand der Platte fehlt bis zu einer Höhe von ca. 1,90 m. Dadurch ist jedoch nur das Dekor auf dieser Seite verloren gegangen. Durch Abrieb ist die Lesbarkeit in der Mitte des Textfeldes sehr eingeschränkt.

Dekor:
Das Ovale Schriftfeld wird durch zwei Lorbeerzweige umrandet. In den unteren Ecken befinden sich zwei vierblättrige Blüten. Am oberen Ende der Zweige hängt je eine Frucht. Darüber befinden sich zwei schwebende Engelsfiguren mit sechsfedrigen Flügen und einem doppelten Schweif. Zwischen ihnen befindet sich ein Allianzwappen. Das linke Wappen (Dohausen) zeigt zwei sechszackige Sterne, dazwischen eine Haus. Die Helmzier zeigt einen sechszackigen Stern. Das rechte Wappen enthält mittig eine aufrechtstehende Wolfsangel. Auf beiden Seiten davon stehen übereinander zwei sechszackige Sterne, dazwischen ein Halbmond mit einem Gesichtsprofil. Die Halbmondgesichter schauen sich nicht an. Die Helmzier zeigt ein ovales Gebilde, darüber steht ein sechszackiger Stern.

Inschrift:
(Ann)o 1649 den I
N(ovemb)er ist Herr, FRAN
CISCUS (DOHAU)SEN
weiland
Jurii Richter …r, …dung Ambt„
man zu (Klötze,?) in (B)raunschueig auf diese
Welt ge(boh)ren, Aō 1686 den 15 Octobr.
hat derselbe (geeheli)cht, … Frau (I)LSE ANNA
KOVEN … hat mit derselben in
wehrender ehe… 2 Kinder
Aō 169(4?) den 28 (May?) (morg)ens umb 5
uhren in der …g entschlaffen
lebte …d 7 Mon:
Leichtext Psalm 25.
Nach dir Herr verlanget mich mein
(Gott, ich hoffe) auf dich.
… Cap.
Zeig mir die … dient dem
Herrn … an.
… der … gericht etc

Anmerkung:
Klötze kam im 15. Jahrhundert zum Herzogtum Braunschweig-Lüneburg und bildete als Amtssitz eine Enklave in der Brandenburgischen Altmark. Franz Dohausen war einer der hier wirkenden Amtmänner. Wahrscheinlich war er ein Sohn des Braunschweiger Bürgermeisters gleichen Namens, zumal er dasselbe Wappen führte. 1689 und 1692 bringt er in Klötze zwei Söhne zur Taufe. Ergänzende Daten zu seiner Person lassen sich anhand des Kirchenbuches nicht ermitteln, da nur die Taufregister bis in diese Zeit (1679) zurückreichen. 1692 tritt der Amtmann Dohausen letztmalig als Taufpate (bei Gert Lenerts) in Erscheinung. Ilse Anna Kove (* 7.8.1666 in Böseckendorf † 24.7.1717 in Stendal) war die Tochter des  braunschweig.-lüneburg. Amtsmannes Johann Kove. Sie heiratete 1686 den Amtmann Franz Dohausen, 1695 den Amtmann Heinrich Julius Berndes (gest. 1699) und 1700 den Amtsrat Johann Christoph Herold (Vgl. Digitale Historische Bibliothek Erfurt-Gotha; http://archive.thulb.uni-jena.de/ufb/receive/ufb_person_00023224).

Abmessungen: 1,12 m × 2,25 m × 0,09 m

Lage:
Die Grabplatte steht außerhalb der Kirche an der nördlichen Wand des Chores.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017