altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Werner Schnöckel

Pastor in Stapen

Sterbedatum:
03.10.1751
Ort:
Stapen
Standort:
Kirche
GPS:
11.147885 - 52.724307

Beschreibung:

Zustand:
Die Platte ist in der oberen Hälfte verwittert bzw. abgetreten, so dass die Lesbarkeit dort besonders eingeschränkt ist.

Dekor:
Das Schriftfeld ist mit einer gekerbten Linie umrandet. Die Schrift ist ebenfalls gekerbt.

Inschrift:


HERR WERNER SCHNÖCKEL
… Stapen Pastor …
… zu APENBURG
welcher gebohren ist zu SALTZWEDEL
ANNO 1686 den 22. May,
… Amt g… ANNO 1715
und ist gestorben Aō 1751 den 3. OCTOBER
im 66. Jahre seines Alters
und im 36. seines Amtes

MALEAC. II. V. 6.
Das Gesetz der Wahrheit [war in seinem]
Munde und war kein böses in seinen lippen ge
funden: Er wandelte vor mir friedsam
und auf richtig und bekehrete viele
von Sünden.

Anmerkung:
Werner Schnöckel entstammt einer Familie, die über Jahrhunderte Schmiede in der Altmark hervorgebracht hat (Salzwedel, Dähre, Kaulitz, Kerkuhn). Seine Mutter Anna Mentze war die Tochter eines Senators in Salzwedel-Neustadt. Nach seinem Studium 1714 wirbt sein Vater für ihn um die in Kallehne (heute Fleetmark) freigewordenen Pfarrstelle (LASA WR H Beetzendorf I A III b Nr. 512 Bl. 35V – 36R, 60V – 64R). Letztlich tritt er sein Amt 1715 in Stapen an. Schnöckel war zweimal verheiratet (Sophia Magdalena Hafferier * 1694 + Stapen 22.1.1738 und Margarethe Dorothea Hünecke * 1702 + Stapen 14.3.1740). Als er 1751 stirbt, wird im Kirchenbuch vermerkt: „Herr Werner Schnöckel H. Johann Schnöckels Bürgers Huf Schmidts und Brauers in Saltzwedel Sohn, welcher 1715 als Pastor in Stapen und Diaconus in Apenburg introduciret worden, und in die 36 Jahr beiden Gemeinden mit aller Treue und im Segen vorgestanden; starb den 3t Octobr: neml. Dom. XVII p. Trin. an einem hitzigen Fieber, ward den 8t darauf in der Stille beygesetzt. Den 2t Nov. ward demselben von dem Herrn Inspectore Schwerdt aus Apenburg die Gedächtniß Predigt über Joh. XI, ψ 25, 26 und von Hln Candidat Regio die Parentation bey ansehenl. und volckreicher Versamlung gehallten, nachdem er in dieser Welt 65 Jahr und 3 Monat gelebet hatte.“ Die Pfarrstelle in Stapen übernimmt daraufhin sein Sohn Johann Wilhelm Schnöckel.
Abmessungen: 0,98 m × 2,04 m
Lage:
Die Grabplatte liegt außerhalb der Kirche unmittelbar vor der Stufe vor dem Portal an der Westseite. Sie ist in die Gehwegpflasterung integriert.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017