altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Christoph Boldemann

Pastor in Zethlingen

Sterbedatum:
26.07.1748
Ort:
Zethlingen
Standort:
Am Kriegerdenkmal
GPS:
11.289565 - 52.703897

Beschreibung:

Zustand:
Die Platte aus Sandstein ist verwittert bzw. abgetreten, so dass die Lesbarkeit stark eingeschränkt ist. In der unteren Hälfte befindet sich keine Inschrift. Ursache könnte der starke Abrieb sein.

Dekor:
Das Schriftfeld ist mit einer gekerbten Linie umrandet. Die Schrift ist ebenfalls gekerbt.

Inschrift:
Unter diesem Stein ruhet
Der weyland Hochwohl Ehrwürdige
und der Hochwohlgelahrte Herr
Herr Christoph Boldemann
welcher ward 11. Jahr an der Sch[ulen]
der Neuen St. SALTZWEDEL O[?]…
… … … V…




Anmerkung:
Im Kirchenbuch finden sich kaum Nachrichten zu seiner Familie. Lediglich im Sterberegister ist zu erfahren: „In eben diesem Jahre [1748] den 26sten Juli vormittags um 9 uhr ist alhie im Herrn seelig entschlaffen der weyland Hochwohl Ehrwürdige und Hochwohlgelahrte Herr Christoph Boldemann welcher seinem Prediger Amte hieselbst bis ins 42te Jahr treufleißig vorgestanden, 4te halb [= 3½] Jahr als Emeritius gelebt, und sein Alter auf 82 Jahr in dieser Welt gebracht, die Beerdigung des Wohlseeligen erfolgte dienstags nach seinen Tode, als den 31sten Juli Der Herr, der große Richter, sch… ihn in seinen tage als einen guten Freunde …“. Am 22.4.1705 lässt er in Zethlingen seinen Sohn Christoph taufen, der lt. Streberegister 1730 als Hofmeister des Feldprobstes Gedike in einem Gewölbe der Garnisonkirche zu Berlin bestattet wurde.
Abmessungen: 1,10 m × 2,30 m × 0,13 m

Lage:
Die Grabplatte liegt als oberste Treppenstufe vor dem Kriegerdenkmal östlich der Kirche direkt an der Dorfstraße gegenüber der Einfahrt zum Pfarrhof. Für die Errichtung dieses Denkmals wurde 1922 (Inschrift im Putz der westlichen Querschnittsfläche der Mauer) ein Stück der alten Friedhofsmauer eingerissen. Denkbar wäre, dass Boldemanns Grab in diesem Bereich des Friedhofes lag, so dass man die zu entfernende Grabplatte in das neue Denkmal integrierte. Das obere Ende der Platte weist nach Osten.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017