altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Catharina Dorothea Lange

Betich

Sterbedatum:
22.05.1730
Ort:
Beetzendorf
Standort:
Friedhof in der Freistraße
GPS:
11.091960 - 52.706653

Beschreibung:

Zustand:
Die Grabplatte aus Sandstein ist mittig horizontal durchschnitten worden, um für die Stützmauer des Friedhofes zwei gleich hohe Platten zu haben. Dabei ist eine Zeile des Textfeldes der Ehefrau in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Lesbarkeit ist dennoch fast komplett gegeben. Durch die Anbringung eines Metallrohres und eines Haltebügels ist das Dekor in den oberen Ecken beschädigt.

Dekor:
Das Schriftfeld der Platte ist mit einer gekerbten Linie umrandet. Die Schrift ist ebenfalls gekerbt. In den oberen Ecken der Grabplatte befinden sich Engelsköpfe mit je einem fünffedrigen Flügelpaar. Unter den Textfeldern der Ehepartner sind gekerbte Schlangenlinien dargestellt. In den unteren Ecken der Platte befinden sich verschlungene Akanthusblätter.

Inschrift:
ALHIER RUHEN IN GOTT
HERR JOACHIM. LANGE.
WE(Y)L. HOCH = FREYHERRL.
SCHULENBURGL. ARENDATOR
HIESELBST. SO. DEN II. JUN. MDCL IN
BORGSTAL. GEBOHREN.
UND DEN XIV. JANUAR
(MD)CXXXIII ZU BEZENDORF.
IN LXXXIII. JAHR. SEINES.
ALTERS. NACHDEM. ER. LII. JAHR
IM EHESTANDE GELEBET,
VERSTORBEN. DESSEN SEELE
GOTT. ERFREUE
MDCCXXXIII.

FRAU. CATHARINA DOROTHEA
BETICHS
. HERRN. JOACHIM
LANGENS. WEYL. HOCH = FREYHERRL.
SCHULENBURGL. ARENDATORIS
EHELIEBSTE WELCHE DEN. XII. DEC…
MDCLIV. ZU GARTHO: GEBOH(REN)
MAY. MDCCXXX. VERSTORBEN.
NACHDEM. SIE. LII. JAHR IM EHE„
STANDE, UND LXXVI. JAHR IN
DIESER MÜHSAMEN.
WELT. GELEBET.
DEREN. SEELE GOTT. ERFRE(UE)
MDCCXXX.

Anmerkung:
Auf der kopfstehenden unteren Hälfte der Doppel-Grabplatte befinden sich Eingravierungen aus dem 20. Jahrhundert: „E. Sd“, „E. S. 29.6.(19)61“, I. K.“. Daraus lässt schließen, dass die Platten 1961 schon in dieser zweckentfremdenden Form hier gestanden haben.

Lage:
Der Friedhof zwischen Goethestraße und Freistraße liegt ca. 1 m höher als das Straßenniveau. Der Doppel-Grabstein ist der zweit östlichste von vier Grabplatten, die in der Freistraße als Stützmauer für den östlichen Teil des Friedhofes dienen. Dazu wurden die getrennten Plattenhälften nebeneinander gesetzt. Die untere Hälfte steht auf dem Kopf. Die Grabplatten sind mit großen Feldsteinen am Boden und mit eisernen Haltebügeln im oberen Randbereich fixiert. Ferner ist ein Metallrohr auf der Platte angeschraubt, welches als Zaunpfahl für den Friedhof gedient hat.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017