altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Hans Joachim Gartz

Erbe des Lehnschulzenhofes

Sterbedatum:
09.12.1800
Ort:
Bühne
Standort:
Kirchhof
GPS:
11.349293 - 52.690779

Beschreibung:

Zustand:
Da die Grundplatte etwas abgesackt ist, hat das Grabmal eine leichte Neigung nach Osten. Zwischen Grabstein und darauf befindlicher Urne ist ein kleiner Keil geschoben, um die Standsicherheit der Urne zu gewährleisten. Das Grabmal befindet sich ansonsten, von irrelevanten Blessuren abgesehen, in einem sehr guten Zustand. Die Rückseite als Wetterseite ist etwas verwittert, dennoch ist die Inschrift auch hier gut lesbar.

Aufbau:
Auf einer rechteckigen Sandsteinplatte steht der eigentliche Grabstein mit quadratischem Querschnitt. Darüber erhebt sich mittig eine auf einer Grundplatte stehende Urne. Die Inschriften an den Grabsteinseiten sind gekerbt. Die Südseite trägt keine Inschrift.

Inschrift Vorderseite:
Denkmahl
der Erbarkeit und Tugend
der Junggeselle
Hans Joachim Gartz
gebohren d. 21ten Nov. 1776
und starb am Hitzigen
Enzündunges Fieber und Frisl
d. 9ten December 1800
Alt geworden 24 Ja. 2 W. 4 T.

Inschrift rechte Seite:
Leichen Text
Hebr. am 10. Cap. 35 – 36.
Werffet euer vertrauen
nicht weg
welches eine grosse
belohnug hat

Inschrift Rückseite:
Gedult aber ist euch noth
auf daß ihr den willen
Gotts thut und die
verheissung empfaht.
Anmerkung:
Hans Joachim Gartz dÄ aus Baars kommt durch Einheirat 1739 in den Besitz des Lehnschulzenhofes der Familie Sallenthin in Bühne. 1776 wird dem Ackermann Hans Joachim Gartz dJ und Catharina Sophie Duhm der Sohn und Hoferbe Hans Joachim Gartz geboren. Nachdem dieser 1800 an Stickhusten stirbt, gibt es keinen leiblichen Erben für den Hof, sodass Hans Joachim Gartz dJ 1811 gezwungen ist, den Besitz an seinen Neffen Heinrich Johann Joachim Gartz aus Karritz zu veräußern. (Vgl. Joachim Gartz: „Bühne, ein altmärkisches Bauerndorf – Die Geschichte seiner Höfe und Familien“ S. 172ff)

Abmessung: Gesamthöhe ohne Grundplatte: 1,85 m

Lage:
Das Grabmal steht auf dem Friedhof wenige Meter südlich des Chores der Kirche.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017