altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Johann Wilhelm Christoph Giesecke

Ökonomie-Amtmann in Beetzendorf

Sterbedatum:
13.06.1813
Ort:
Beetzendorf
Standort:
Friedhof in der Freistraße
GPS:
11.092067 - 52.706839

Beschreibung:

Zustand:
Das Grabmal aus Sandstein befindet sich in einem sehr guten Zustand. Lediglich auf der Ostseite befinden sich einige Blessuren, die die Lesbarkeit jedoch nicht beeinflussen.

Aufbau/Dekor:
Auf einer quadratischen Grundplatte erhebt sich mittig die über 2 m hohe Grabstele mit quadratischer Querschnittsfläche. Die vier Seiten sind mit einer gekerbten Linie umrandet und tragen gekerbte Inschriften. Über jedem Schriftfeld befindet sich ein gekreuztes Palmwedel-Paar, deren Stiele nach oben weisen. Das obere Ende des Grabsteines ist mit einem umlaufenden Gesims verziert. Eine quadratische Pyramide geringer Höhe bildet den oberen Abschluss der Stele.

Inschrift Nordseite:
Sanft schlaeft hier:
Der Oeconomie = Amtmann
Herr
Johann Wilhelm Christoph
Giesecke
.
Gebohren zu Tuchheim
den 26ten Ianuar 1756.
Verheiratet in Pollitz d: II Ap: 1777
Mit Sophie Magdalene Aeschbach
auf Lenzerwisch
Und lebte in kinderloser Ehe
hoechst glücklich.

Inschrift Westseite:
Er starb zu Betzendorf
den 15ten Iuni 1813.
57 Jahr 4 Monate 20 Tage alt
Plötzlich doch sanft.
Eine liebende Gattin,
ein zaertlicher Sohn,
Vieltheure Verwandte und Freunde
Weinen dem Biedermanne nach.
______________

Sophie Aeschbach.
Heinrich Iahn.

Inschrift Südseite:
Edler Gatte, meine Zaehren
Folgen Dir zum Grabe nach,
Bis auch mir in hoehern Sphaeren
Strahlt des Wiedersehens Tag.
Droben, wo kein Auge weint,
Leb´ ich dann mit Dir vereint.

Inschrift Ostseite:
Friede schweb` um diese Staete.
Denn hier ruht ein edler Mann.
Ihm, der reichlich Gutes saete,
Brach die Erndtefeier an.
Bet´ auch dort an Gottes Thron
Für den heissgeliebten Sohn.

Anmerkung:
Giesecke verstarb lt. Kirchenbuch 1813 an Brustwassersucht. Er wird als „gewesener Okonomie-Amtmann auf den Freyherrl. von Schulenburgschen Gütern in Betzendorf“ bezeichnet.

Lage:
Das Grabmal steht auf dem Friedhof in der mittlerweile aufgelassenen Osthälfte. Es ist das Südliche von zwei im Aufbau identischen Grabsteinen der Familie Giesecke.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017