altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Johann Jacob Vibrans

Bürgermeister

Sterbedatum:
06.10.1790
Ort:
Calvörde
Standort:
Friedhof
GPS:
11.288860 - 52.396314

Beschreibung:

Zustand:
Die Grabstele befindet sich in einem sehr guten Zustand.

Gestaltung:
Auf einer rechteckigen Grundplatte erhebt sich mittig die Grabstele aus Sandstein. An jeder Seite befindet sich ein mit einer Linie umrandetes Schriftfeld mit gekerbter Inschrift. Den oberen Abschluss bildet ein umlaufendes Gesims. Die Stele wird bekrönt von einer Urne, die mit einer Stoffgirlande dekoriert ist.

Inschrift Ostseite:
Hier
ruhen die erblaßten
Gebeine des
Wohlseeligen Herrn
Johann Jacob Vibrans
gewesenen ältesten
Bürgermeisters
hieselbst.

Inschrift Nordseite:
Er ward gebohren
den 23ten August 1724
verheirathete sich
den 24. Juny 1760
mit der Demoiselle
Sophia Elisabeth
Böwingen
aus Vorsfelde
. in dieser Ehe wurden
9 Kinder gebohren
wo von bereits 3. ihm
in die Ewigkeit
vorangegangen, die
übrigen aber annoch
am Leben sind
Er starb
den 6ten Octobr 1790

Inschrift Westseite.
Er handelte stets ädel
und rechtschaffen
und wachte unermüdet
fer das Wohl
seiner mit Bürger
Redlichkeit Mensche
n Liebe und
Wohlthätigkeit
waren ihm
vorzüglich eigen
die schönen Thaten
die er aus übte
rechtfertigen
den Schmertz, den
jeder Freund der
Tugend bey seinem
verluste empfindet.

Inschrift Südseite:
Wann du, O. Wandrer
seinen Grab. Hügel
besuchest so weihe ihm
eine Thräne der
Traurigkeit.
denn er ist der selben
würdig.

Anmerkung:
Das Bürgermeisteramt in Calvörde war über Generationen an die Familie Vibrans gebunden. Johann Jacob Vibrans wirkte in Calvörde auch als Brauer und Kaufmann. Er wird auch als Senator genannt. Sein Vater war der Apotheker, Ratmann und Bürgermeister Johann Engelhard Daniel Vibrans. Elisabeth Dorothea Persius war seine Mutter.

Abmessungen: Höhe 2,25 m ohne Grundplatte

Lage:
Die erste Gräberreihe nördlich des nördlichen Friedhofeinganges stellt die Familiengrabstätte der Bürgermeister-Familie Vibrans dar. Die genannte Grabstele bildet in dieser Reihe von Süden gesehen das dritte Grab.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017