altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Christianus Goclenius

Pastor

Sterbedatum:
07.04.1691
Ort:
Beetzendorf
Standort:
Friedhof in der Freistraße
GPS:
11.091960 - 52.706653

Beschreibung:

Zustand:
Die Grabplatte befindet sich in einem guten Zustand. Am unteren Rand der Grabplatte ist ein Eisenrohr mit zwei Schrauben befestigt, das als Pfahl für den Friedhofszaun gedient hat. Bei dessen Anbringung ist wahrscheinlich die linke untere Ecke der Grabplatte ausgebrochen.

Dekor:
Der Schriftzugumlauf ist von zwei gekerbten Linien eingefasst. Die Schrift ist ebenfalls gekerbt.

Inschrift:
Schriftzugumlauf auf dem Rand:
M ∙ CHRISTIANUS
GOCLENIUS PAST(OR BET)ZEN DORFFIE
NSIS OBIIT ANNO
MDCXCI, ÆTATIS XLIV

Textfeld:
Akena me genuit, tenuit Garlegia
adulhem,
Brunopolis Musas, Iulia Sacra
docet.
Stendalium primum dat Sub Re
ctoris honores
Hinc vocat Adjunctum Parthe
no Pyrga, Scholӕ,
Prӕconem que facit Johannis Con
qvoque Rector
Studio, et Phoebi tempora fro(n)
de virent.
Inde Deo Rectore vocant me S…
ditӕ Eparchum
Schulenburgiadӕ gentis in ӕde
Sacra,
Tandem fata vocant, vitam condu
do beate,
Spiritus astra tenet, tumba
sed ossa tegit∙

Anmerkung:
Eine sehr ausführliche Biografie ist zu finden in: Julius Conrad Rühmann: „Historicum Palaeo-Marchicorum Collectio I“, Salzwedel 1726, S. 420f Magister Christianus Goclenius wurde 1647 in Aken/Elbe geboren. Seine Jugend verbrachte er in Gardelegen. Er wirkte als Lehrer in Stendal (1674 – 1676), Adjunkt und Frühprediger in der Johanniskirche zu Magdeburg, Konrektor in Magdeburg, Subkonrektor in Stendal und Pastor in Beetzendorf (1686 – 1691). (Vgl. auch Czubatynski: „Evangelisches Pfarrerbuch für die Altmark“ S. 166)

Lage:
Der Friedhof zwischen Goethestraße und Freistraße liegt ca. 1 m höher als das Straßenniveau. Der Grabstein ist der westliche der beiden mittleren von insgesamt vier Grabplatten, die in der Freistraße als Stützmauer für den östlichen Teil des Friedhofes dienen. Das obere Ende der Platte weist nach Osten. Die Grabplatten sind mit großen Feldsteinen am Boden und mit eisernen Haltebügeln im oberen Randbereich fixiert.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017