altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Anna Elisabeth Dorothea Zarnack

verw. Eckert geb. Winter

Sterbedatum:
00.00.1749
Ort:
Ipse
Standort:
Kirche
GPS:
11.384093 - 52.499904

Beschreibung:

Zustand:
Die Platte aus Sandstein ist mittig in zwei Teile zerbrochen. Im Bereich der Bruchlinie ist ein Schriftverlust zu verzeichnen. Aufgrund der zweckentfremdeten Nutzung des Grabmales als Bodenplatte im Eingangsbereich der Kirche ist dessen Oberfläche partiell stark abgenutzt, so dass die Lesbarkeit nur eingeschränkt gegeben ist. Das obere Ende der Grabplatte wird von dem kleinen Trittstein im Eingangsbereich überdeckt.

Dekor:
Die Umrandungslinie der Grabplatte und die Schrift sind gekerbt. In den unteren Ecken befindet sich zur Verzierung je ein Blatt. In den oberen Ecken ist wegen der Überbauung das Dekor nicht sichtbar.

Inschrift:
Gott leget uns eine Last auf,
Aber er hielft uns auch.
Wir haben einen gott
(der da) hilft und den Hern, … (der vom Tode) errettet
Diesen Davidißen AusSpruch
… hat wie in ihrem leben
Also auch in ihrem Tode
… einen göttlichen WahrSpruch bef…nden
Anna Dorothea Winterin.
Welche ao1676 gebohren
… … …Christoff Eckert

gewesenen Pastorn zu Gohre und
(zum andern?) Joachim Christoff Zarnack
(W)olverdienten Pastorn Alhier verheyrahtet
Ao 17(4?)9 aber in gott entschlaffen
ihres alters (7?)3 Jahr

Anmerkung:
Anna Dorothea Elisabeth Winter wurde am 21. Februar 1676 in Schmersau als Tochter dortigen Pastors Caspar Winter und Catharina Düwel geboren. Sie ging am 26. Oktober 1700 in Schmersau die Ehe mit dem Gohrer Pastor Christoph Eccardt ein. Nach dessen Tod heiratete sie in Schmersau am 23. Januar 1714 in zweiter Ehe Joachim Christoph Zarnack, der Pastor in Rohrberg war. Zarnack verstarb 46jährig in Rohrberg am 2. Januar 1735. Ihren Lebensabend verbrachte die Witwe in Ipse, wo von 1747 bis 1758 Gottlieb Leberecht Zarnack als Pastor wirkte. Dieser war seit dem 13. Juni 1747 mit Helena Catharina Wernecke (Tochter des Schmersauer Pastors Stephan Wernecke und Elisabeth Rebecca Winter), einer Stief-Nichte der Witwe Zarnack geb. Winter, verheiratet. Ob Gottlieb Leberecht Zarnack der Sohn der verwitweten Zarnack war, ließ sich anhand der Kirchenbücher von Rohrberg und Schmersau nicht belegen. (Vgl. Czubatynski „Evangelisches Pfarrerbuch für die Altmark“ S. 336)

Lage:
Die Grabplatte liegt in der der Vorhalle auf der Südseite der Kirche unmittelbar im Eingangsbereich. Ihr oberes Ende weist nach Süden.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017