altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Conrad Heinrich Beese

Sterbedatum:
28.04.1678
Ort:
Vienau
Standort:
Kirche
GPS:
11.482961 - 52.707020

Beschreibung:

Zustand:
Die Grabplatte aus Sandstein besitzt geringfüge Blessuren im Randbereich. Einige Flecken auf der Oberfläche beeinträchtigen die Lesbarkeit nicht.

Dekor:
Das Textfeld und die Umrandungslinie sind gekerbt. Eine vertikale Linie unterteilt das Schriftfeld in zwei Hälften für die beiden Verstorbenen.

Inschrift:
Der Bluhmen Glantz verwelcket gantz.

CONRAD HEINRICH
BEESE.

NATUS D. 27. JAN. 1675
DENAT. D. 28. APRIL. 1678.

ACHATIUS BEESE
NATUS D. 14. MART: 1677
DENAT. D. 22. JAN: 1678

VIX FARI INCIPIENS, MUNDUM RELLINQUERE COGOR.
MORS ET SORS CERTANT; HÆC MELIORA DEDIT.
ME VERO DURUM FATUM, SUPERESSE RECUSAT
DUM FARI INCIPEREM. GAUD ET UTERQUE DEO!

Anmerkung:
Beide Knaben wurden in Apenburg als Söhne des Gottfried Beese und Anna Maria von Holle geboren. Gottfried Beese war hier mindestens seit 1671 Schulenburgischer Amtmann. Der Todesfall der Söhne 1678 ist nicht im Apenburger Kirchenbuch dokumentiert worden. Folglich hatte Beese zu diesem Zeitpunkt seinen neuen Dienstherrn bei denen von Alvensleben in Vienau gefunden. Da die Kirchenbücher von Vienau (Kirchspiel Mehrin) erst 1714 beginnen, ließen sich keine weitere Daten zu dieser Familie ermitteln. Beese ist der Verfasser von „Amtmann Beesens Hauptbuch de 1672“, in welchem er sämtliche Untertanen derer von der Schulenburg mit ihren Dienst- und Zahlungsverpflichtungen auflistete (vgl. Landesarchiv Sachsen Anhalt, Magdeburg, H Beetzendorf II III Nr. 91). Dieses Register hatte noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Bedeutung für die Ermittlung der Ablösesummen der Bauern, um sich von den feudalen Reallasten zu befreien.

Lage:
Die Grabplatte steht innerhalb der Kirche unter dem östlichen Fenster der Nordwand neben der Kanzel.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017