altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Johannes Rossau

Pastor

Sterbedatum:
25.02.1688
Ort:
Kossebau
Standort:
Kirche
GPS:
11.566156 - 52.816850

Beschreibung:

Zustand: :
Die untere linke Ecke der Grabplatte ist durch eine Bruchlinie vom Rest der Platte abgetrennt. Die farbliche Fassung der Oberfläche im Randbereich und insbesondere in Fußbodennähe weist Lücken auf.

Dekor: :
Umrandungslinie und Schrift auf der Grabplatte aus Sandstein sind gekerbt. Durch ein Wappen wird der Text in zwei Abschnitte unterteilt. Das Wappen liegt in einer ovalen Vertiefung. Der Schild zeigt ein Ross und die Helmzier den Oberkörper eines auf den Hinterbeinen stehenden Rosses. Mittig unter dem Textfeld befindet sich ein Totenkopf zwischen zwei verschlungenen gekerbten Linien. Die Oberfläche trägt eine farbliche Fassung.

Inschrift: :
A ∙ W ∙
ACER IN OFFICIO SPER ET POST FATA CORONAM
H ∙ C ∙
VIR PLURIMUM REVERENDUS DOCTISSIMUS DOMINUS
JOHANNES ROSSOVIUS SOLQUELLA
PALÆO MARCHCUS PASTOR HUIUS PARROCHIAE
FIDELISSIMUS NATUS A ∙ O ∙ R 1633 AT PARRO,
CHAM HANC 1658 VOCATUS, DENATUS
AUTEM ANNO 1688 DEN 25 FEBRUAR
AEBA: 55 OFFIC ∙ 30 ∙

2 ∙ TIM ∙ IV ∙ 7 – 8
ICH HABE EINEN GUTEN KAMPF GEKEMP
FET ICH HABE DEN LAUFE VOLLENDET ICH HAB
GLAUBEN GEHALTEN HINFORT IST MIR
BEIGELEGET DIE KROHNE DER GERECH
TIGKEIT WELCHE MIR DER HERR AN
IENEM TAGE DER GERECHTE RICHTER
GEBEN WIRD:

Anmerkung: :
Johannes Rossau wurde vermutlich als Hans Rossau am 16. Oktober 1633 in der Marienkirche zu Salzwedel als Sohn des Assem Rossau getauft. Mit Beginn seiner Amtszeit 1658 in Kossebau hat er mit der Führung von Taufregister begonnen. Nach seiner Dienstzeit wurden von seinem Nachfolger Samuel Ulrich auch Trau- und Sterberegister angelegt. Rossau war verheiratet mit Bertha Elisabeth Schulze. Von 1673 bis 1685 sind mehrere Kindstaufen in Kossebau verzeichnet. (Vgl. auch Czubatynski „Evangelisches Pfarrerbuch für die Altmark“ S. 272)

Abmessungen: 1,06 m × > 1,81 m

Lage: :
Die Grabplatte steht innerhalb der Kirche an der Ostwand des Turmes nördlich des Einganges zum Kirchenschiff. Das untere Ende ragt wenige Zentimeter in den Fußboden hinein.

Foto: :
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017