altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Dorothea Falcke

Steinfeld

Sterbedatum:
20.11.1609
Ort:
Gardelegen
Standort:
Nicolaikirche
GPS:
11.232463 - 52.314410

Beschreibung:
Nicoclaus Falcke war Sohn des Bürgermeisters Joachim Falcke, Bruder des Bürgermeisters Johann Falcke und selbst zwischen 1599 und 1610 im Amt. Das Ehepaar ist als Mitstifter des 1945 zerstörten Taufdeckels der St. Nicolaikirche überliefert.
Vor der Zerstörung 1945 befand sich der Grabstein an anderer Stelle der St. Nicolaikirche. Ein Fragment des Grabsteins (oberer Teil) der Eheleute ist aufgestellt im Lapidarium an der Ostwand des nördlichen Seitenschiffes, 2. von links. Seit 2016 ist auch der untere Teil wieder zugänglich.

Die Umschrift lautet:
DER EHRNVESTER ACHTBAR UND WOLWEISER HERR NICOLAUS FALCO, DIESER STADT GEWESENER BÜRGERMEISTER, IST DEN 11. JANUARII ANNO 1611 IN GODT SELIGLICH ENTSCHLAFFEN SEINES ALTERS 65 JAR.
Die Inschrift:
DIE EHR- UND TUGENDSAME DOROTHEA STEINFELDS DES HERRN BÜRGERMEISTERS NICOLAI FALCJEN EHELICHE HAUSFRAW IST IM HERRN CHRISTO SELIG ENTSCHLAFEN AO. 1609 DEN 26. NOVEMB. IHRES ALTERS IM 64. JARS B.N.F.SYMB:. Gaudete in Domino semper, per quem habemus PECCATORUM remissionem, carnis resurrectionem et vitam aeternam. Ano. obitus: VVLnerIbVs ChrIstI qVIsqVIs sVa VVLnera IVngIt, ILLe potest CVnCtIs FortIor esse MaLIs.
Freut euch immer im Herrn, durch den wir die Vergebung der Sünden, die Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben besitzen. Todesjahr: Wer immer seine Wunden mit den Wunden Christi verbindet, jener kann in allen Übeln tapferer sein.
Die Addition der Großbuchstaben. M + CCC + LLLLL + VVVVVVVVVV + IIIIIIIIIII = ergibt das Todesjahr 1611 F = functus – verstorben.

Darunter ist in einer Kartusche das Allianzwappen der Familien angebracht: links Falke mit gespreizten Flügeln auf rechtem Fang stehend, nach links blickend, darüber geflügelter Helm, rechts Wappen mit 3 Steinen (?), darüber Helm mit 2 Hörnern für Steinfeld.

Literatur:
Franz, F.: Urkundenbuch über das Bürgertum der altmärkischen Stadt Gardelegen vom Jahre 1130 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts mit Ergänzungen, Gardelegen 1965, 164; Leineweber, R. C. E.: Falco Garlebensis, Oschersleben 2014, 48-54, 63.

Fotos:
B. Leineweber, Salzwedel, 2014; J. Bajerski, Gardelegen, 2012.