altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Anna von der Schulenburg

von Kotze

Sterbedatum:
14.10.1595
Ort:
Stendal
Standort:
Dom St. Nikolaus
GPS:
11.513591 - 52.361350

Beschreibung:
Die gut gearbeitete Grabplatte zeigt die Verstorbene in Frontalansicht mit leicht nach rechts gewandtem Kopf. Das Relief korrespondiert demnach mit dem Abbild des zu ihrer Rechten begrabenen Gatten. Sie ist in schlichter Kleidung ohne erkennbaren Schmuck wiedergegeben; lediglich der Kopfputz und die betonte Halsrüsche ("Kröse") lockern die Strenge der Darstellung etwas auf.

Umlaufende Inschrift, wobei das Sterbedatum zunächst ausgelassen und später nicht eingefügt wurde:
"ANNO. 1.5.9.5. DEN.14. OCTOBRIS. VMB. I. VHR IN DER NACHT IST DIE EHRENTVGENTSAME ANNA. V. KOTZE, DITRICH, VON DER SCHVLENBURCK HEVBTMAN. DER. ALTEN. MARCK EHLICIE(!) HAVSFRAW. IN GOTT SELIG ENTSCHLAFFEN GOTT VERLEIE IHR EINE FRÖLICHE. AVFFERSTEHUNG. AMEN".

Die achtstellige, als Doppelreihe von Vollwappen wiedergegebene Ahnenprobe in "klassischer" Anordnung. Links (väterliche Ahnen): 1. v. Kotze, 2. v. der Schulenburg, 3. aus dem Winckel, 4. v. dem Berge; rechts (mütterliche Ahnen), 1. v. der Asseburg, 2. v. Alvensleben, 3. v. Veltheim, 4. v. Wenden.
Anna v. Kotze, Tochter des Leonhard v. K. und der Adelheid v. der Asseburg sowie Witwe des Marschalls Kurt v. Arnim auf Plauen, war seit dem 12. Oktober 1589 mit Dietrich X. v. der Schulenburg verheiratet. Für sie war es die zweite, für ihren Gatten dessen dritte Ehe.

Literaturquellen:
Georg Schmidt, Das Geschlecht von der Schulenburg, Teil II, Beetzendorf 1899, S. 244, sowie Dietrich Werner Graf von der Schulenburg und Hans Wätjen, Geschichte des Geschlechts von der Schulenburg 1237 bis 1983, Wolfsburg 1984, S. 100 (Tafel 3).

Lage:
Grabplatte, Sandstein, an der Nordwand des Hohen Chores aufgestellt.

Foto:
Helge Hildebrand, September 2014