altmarkgeschichte

Datenbank historischer Grabmalplatten





Anna von der Schulenburg

geb. von Alvensleben

Sterbedatum:
00.00.1585
Ort:
Kalbe (Milde)
Standort:
Kirche St. Nicolai
GPS:
52.650456 - 11.389446

Das Grabdenkmal an der Nordwand des Altarraumes unmittelbar vor der Orgelempore erinnert an eine Frau aus der Familie v. Alvensleben, die mit einem "HEUPTMAN IN DER (Alte)NMARCK" verheiratet war und zwar im 16. Jhdt.
Die Umschrift ist bis auf wenige Buchstaben und Wortteile vollständig zerstört, so dass Namen und Daten nicht mehr erkennbar sind. Bisher hat der Stein an einer Stelle gelegen, über die jahrhundertelang die Kirchenbesucher gegangen sind. Dargestellt ist eine betende Frau. Oben rechts ist das v. Alvenslebische Wappen erkennbar.
Die Reste der Umschrift lauten:
AN .. 15.................IST DIE EDEL ................ HEUPTMANN IN DER ............NMARCK EHELICHE HAUSFRAU IN GOT...................... H W EIN WEIB (WENE) .............................................
Da links oben das Schulenburgische Wappen erkennbar ist, wird das Denkmal der Anna v. Alvensleben zuzuweisen sein, die seit 1573 mit Diedrich v.d. Schulenburg in zweiter Ehe verheiratet war. Daß Anna 1583 gestorben ist, wie Wohlbrück meint, muss in Zweifel gezogen werden, da ihr Ehemann erst in den letzten Tagen des Jahres 1583 oder vielleicht Anfang 1584 zum Hauptmann der Altmark erwählt wurde, nachdem sein Bruder Albrecht, Hauptmann der Altmark, am 12. Nov. 1583 in Salzwedel erstochen worden war. Auch sind dem Dietrich v.d. Schulenburg nach 1583 Kinder geboren, z.B. eine Tochter am 22.07.1585, die aus der ehe mit Anna geb. v. Alvensleben stammen werden, da Dietrich nach Annas Tod erst 1589 eine 3. Ehe eingegangen ist. Anna geb. v. Alvensleben wird im Kindbett gestorben sein. Darauf weist der Anfang des sonst völlig abgetretenen Spruches hin: Ein Weib (WENN) ... Hier könnte gestanden haben: Joh. 16,21: Ein Weib, wenn sie gebiert, hat sie Traurigkeit. Dieser Spruch ist oft Frauen, die im Kindbett gestorben waren, auf den Leichenstein geschrieben worden. Nach ihrer Verehelichung mit Dietrich v.d. Schulenburg hat Anna zunächst in Apenburg gewohnt. Nachdem ihr Ehemann Hauptmann der Altmark geworden war, siedelte das Ehepaar ins "Freihaus" am Dom zu Stendal über.
Anna geb. v. Alvensleben wird noch 1585 gestorben sein. In der Kirche zu Kalbe wurde sie begraben. Sie hat wenigstens 4 Kinder gehabt, die sie überlebten.