altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Berta von Alvensleben

von Bartensleben

Sterbedatum:
06.05.1403
Ort:
Kloster Neuendorf
Standort:
Klosterkirche St. Mar, Bened, Bernh
GPS:
11.273230 - 52.313263

Beschreibung:
Doppelgrabplatte, Sandstein, im Turmraum der Kirche an der Westwand ebenerdig aufgestellt. Obere Ecken abgeschrägt; unbeholfen wirkende Darstellung in Ritztechnik. Die Verstorbene in faltenreichem Gewand mit zum Gebetsgestus erhobenen Händen rechts (heraldisch links) neben ihrem Ehemann unter einem krabbenverzierten gotischen Doppelbaldachin in leichter Wendung nach rechts wiedergegeben. Zu ihren Füßen aufrechtstehender Wappenschild mit dem Stammwappen Bartensleben.
Umlaufende, eingehauene einzeilige Inschrift in gotischer Minuskel:
"anno + domini + // millesi(mo) + cccc + III + obiit + ghevehardus + de alve // sleve + i(n) + die + ioh(ann)is + an(te) + porta(m) + anno + dni + m + cccc [...] obiit + berta + uxor + eius + q(uorum) a(nimae) r(equiescant) i(n) p(ace) +" Das Sterbedatum der Berta von Bartensleben ist ausgespart; sie hat also das Grabmal offenbar nach dem Tode ihres Ehemannes zu ihren eigenen Lebzeiten fertigen lassen.
Berta von Bartensleben (urk. 1383-1386) war die Ehefrau Gebhards XII. von Alvensleben (urk. 1368-1394); sie ist der bis dato nur unzureichend erforschten Genealogie der Bartensleben auf Wolfsburg als mutmaßliche Schwester des Günther v. B. vorerst nur unter Vorbehalt einzugliedern; durch ihr Wappen und ihren Eigennamen, der als weiblicher Leitname ihrer Herkunftsfamilie gelten kann, besteht allerdings kein Zweifel an ihrer familiären Zuordnung. Sie stiftete dem Kloster Neuendorf einen kunstvoll gearbeiteten und wappenverzierten, noch heute erhaltenen Kelch zu ihrem und ihres verstorbenen Gatten Gedächtnis.

Lage:
Doppelgrabplatte, Sandstein, im Turmraum der Kirche an der Westwand ebenerdig aufgestellt.

Literaturquellen:
Zur Person: George Adalbert v. Mülverstedt, Codex Diplomaticus Alvenslebianus. Urkunden-Sammlung zur Geschichte des Geschlechts von Alvensleben und seiner Besitzungen, Bd. 1, Magdeburg 1879, S. 482-484, Nrn. 855, 857. Zum Objekt: Adolf Matthias Hildebrandt, Die Grabsteine und Epitaphien adeliger Personen in und bei den Kirchen der Altmark [...], Gardelegen 1868, S. 60-61.

Foto:
Helge Hildebrand, Juli 2011