altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Adam Luidtke

Arzt

Sterbedatum:
20.01.1658
Konfession:
evangelisch
Ort:
Stendal, St. Jacobi
Standort:
Jacobikirche
GPS:
11.858430 - 52.608560

Beschreibung
Zustand
:
Der einsehbare Teil der Grabplatte aus Sandstein weist keine Schäden auf.

Gestaltung:
Der hochrechteckige Grabstein wird erwähnt in „Die Kunstdenkmale der Stadt Stendal“, Mitteldeutscher Verlag 2020, Textteil, S. 272. Demnach hat er die Abmessungen 1,87 m × 1,03 m. „Inschrift in vertiefter, römischer Kapitale, darunter zwei Wappen in Relief, l. Kranich (?), der eine Kugel hält. Helmzier die Schildfigur. R.: 3 Sterne, 2:1, getrennt durch eine liegende, nach unten offene Mondsichel. Helmzier Stern zwischen 2 stehenden, nach innen offenen Sicheln, die außen von 3 Sternen begleitet sind.“
Wegen der Nutzung des Raumes hinter dem Altar als Abstell-Areal sind die Wappen derzeit nicht einsehbar.

Inschrift:
D. O. M.
SVB HOC SAXO TEGVNTVR
CINERES
VIRI DOCTISS. AC EXPERIENTISS.
D. ADAMI Luidtken
MEDICINÆ PRACTICI. DESIGNATI
SENATORIS HVIVS REIPVBL: et
ANTISTITIS HVIVS TEMPLI,
QVI XXII IANVAR. AI̅. M. DC. LIIX
ÆTATIS AO̅. X̅L. PIE OBIIT et
LÆTAM RESVSCITATIONEM
HIC ECPECTAT.

Anmerkung:
Siehe Götze „Urkundliche Geschichte der Stadt Stendal“, Franzen & Große, Stendal 1873, S. 279. „13) Adam Lüdeke, genannt 1649, vor 1661 gestorben. Er scheint gleichwie der folgende Arzt den Doctortitel nicht beseßen zu haben.“
Im Sterberegister der Stendaler Jacobikirche wurde im Januar 1658 Luidtkes Begräbnis dokumentiert: „29. – Adamus Lüdtke, Med. Practicus u. designat Senator.“
Das Datum der Eheschließung des Verstorbenen mit Anna Winse kann aufgrund der erst 1653 einsetzenden Überlieferung der Trauregister nicht erkundet werden. Im Taufregister wurden folgende Kindstaufen dieser Eheleute erfasst:
1) Germanus ~ 8. Mai 1650,
2) Anna ~ 24. Oktober 1651,
3) Jonas ~ 31. Oktober 1653,
4) Elisabeth ~ 1. April 1656.
Bei der ersten Taufe im Jahre 1650 wird als Wohnort der Familie „in den alten Dorff“ angegeben.
Nach dem Tod Adam Luidtkes ging dessen Witwe am 1. Oktober 1661 eine zweite Ehe mit dem ebenfalls verwitweten Konrektor der Schule Johann Georg Reimers ein.

Lage:
Der Grabstein steht an der Ostwand des Chores, direkt hinter dem Hochaltar.

Text und Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2024